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Zählerschrank PV-Anlage: Ist Dein Gerät bereit für Solar?

Author's iconDominik Broßell
Technik
Lesezeit 4 Minuten
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In jedem Haus bildet der Zählerschrank das Zentrum Deiner gesamten Elektrotechnik. Er schützt geeichte Strom-Messgeräte und vor äußeren Störeinflüssen wie Feuchtigkeit, Verschmutzung oder Erschütterung. Für das Betreiben einer PV-Anlage muss Dein Zählerschrank allerdings einige besondere Anforderungen erfüllen. 

In diesem Artikel klären wir, ob Dein Zählerschrank für die Installation einer Solaranlage geeignet ist, welche Voraussetzungen genau erfüllt werden müssen und wie kompliziert die Neuinstallation eines Zählerschranks eigentlich ist. 

Mit priwatt Solar sicherst Du Dir maximale Unabhängigkeit. Unsere bahnbrechenden Solaranlagen können kinderleicht im zugehörigen Konfigurator individualisiert und ohne die Hilfe einer Solateurfirma installiert werden. Lediglich den letztendlichen Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft.

Wie finde ich heraus, ob mein Zählerschrank für eine PV-Anlage geeignet ist? 

Damit Dein Zählerschrank mit einer PV-Anlage vernetzt werden kann, muss das Gerät zunächst gewisse Anforderungen erfüllen. Allerdings können wir gleich Entwarnung geben: Die meisten modernen Zählerschränke sind bereits ab der Installation für den Einsatz mit Photovoltaikanlagen geeignet. Ältere Geräte funktionieren leider nicht immer so zuverlässig und müssen im Zweifel ausgetauscht oder modifiziert werden.

Folgende Voraussetzungen sollten gegeben sein, damit Du Deinen Solarstrom bedenkenlos einspeisen kannst: 

  • Für eine genaue Abrechnung der Einspeisevergütung benötigst Du sowohl einen Einspeisezähler als auch einen Verbrauchszähler
  • Der Einspeisezähler sollte zudem über ein separates Zählerfeld und eine eigene Anzeige verfügen. Zudem ist eine Rücklaufsperre erforderlich, um die korrekte Abrechnung des eingespeisten und bezogenen Stroms zu gewährleisten. 
Wenn Du wissen möchtest, welche bahnbrechenden Neuerungen das Solarpaket 1 zu rückwärtslaufenden Stromzählern enthält, schau einfach bei diesem Blogartikel vorbei.

  • Dein Zählerschrank sollte mit einem PV-Überspannungsschutz ausgestattet sein.
  • Zusätzlich sollte die Schutznorm DIN VDE 0100-712 unbedingt eingehalten werden, was unter anderem das Anbringen von Hinweisschildern für die PV-Anlage am Zählerschrank einschließt.

Wie sollte ein Zählerschrank für eine PV-Anlage aufgebaut sein?

Wenn Dein Zählerschrank über alle wichtigen Bestandteile verfügt, um Deine Photovoltaikanlage zu unterstützen, bist Du in den meisten Fällen auf der sicheren Seite. Du solltest allerdings auch überprüfen, ob das Gerät die Installationsanforderungen im Zusammenhang mit PV-Anlagen erfüllt: 

Zunächst sollten Zählerschränke in einer Höhe zwischen 1,10 m und 1,80 m angebracht werden, um eine problemlose Wartung und Nutzung zu gewährleisten. Der Abstand vom Boden bis zum Ablesefenster sollte zwischen 0,80 m und 1,80 m liegen.

Vor dem Zählerschrank sollte eine Freifläche von mindestens 1,20 m Tiefe mal 1,80 m Höhe gelassen werden. Der Einbau eines Zählerschranks direkt unter Gas- oder Wasserleitungen ist nicht zulässig, das gilt in der Regel übrigens auch für andere elektrische Komponenten wie Batteriespeicher

Bei priwatt findest Du nicht nur Batteriespeicher für größere Solarsysteme, sondern auch für Stecker-Solaranlagen. Unsere Balkonkraftwerk-Speicher lassen sich kinderleicht nachrüsten und sind mit unseren Komplettsets kompatibel.

Hier siehst Du den Aufbau eines Zählerkastens im Detail: 

Zählerfeld (ZF): Das Zählerfeld bietet Platz für Messgeräte wie den elektronischen Haushaltszähler (eHz) und muss 450 mm hoch sein. Bei PV-Anlagen mit einer Leistung von 25 kWp oder mehr muss ein zusätzlicher Zählerplatz für einen Funkrundsteuerempfänger eingeplant werden.

Raum für Zusatzanwendungen (RfZ): Dieser 150 mm hohe Bereich ist für die Installation von Betriebsmitteln des Netzbetreibers, wie Smart Metern oder I/O Boxen, vorgesehen.

Anlagenseitiger bzw. oberer Anschlussraum (AAR oder OAR): Der AAR/OAR mit einer Höhe von 300 mm bietet Platz für Komponenten wie Hauptleitungsabzweigklemmen, Hauptschalter, Freigaberelais, HAN-Schnittstellen, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, Selektive Leitungsschutz- und Lasttrennschalter sowie dem Überspannungsschutz (SPD).  

Netzseitiger bzw. unterer Anschlussraum (NAR oder UAR): Der NAR/UAR, ebenfalls 300 mm hoch, sollte ein 5-poliges Sammelschienensystem beinhalten und mit einem selektiven Leitungsschutzschalter als Trennvorrichtung ausgestattet sein.

Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ): Mit einer Mindesthöhe von 300 mm dient der APZ als Verbindungspunkt zwischen dem Hausübergabepunkt (HÜP) und dem Zählerplatz.

Verteilerfeld: Das Verteilerfeld besteht aus mindestens drei Reihen mit jeweils 12 Teilungseinheiten und ist für die Aufnahme von Installationseinbaugeräten vorgesehen.

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Wie finde ich einen neuen Zählerschrank, wenn mein alter nicht für eine PV-Anlage geeignet ist? 

Ein Zählerschrank, der nicht den aktuellen Standards entspricht, muss nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Ein älteres analoges Gerät kann häufig für die Nutzung einer Photovoltaikanlage umgerüstet werden. 

Sollte der vorhandene Zählerschrank allerdings nicht für eine Modernisierung geeignet oder zu klein sein, musst ein neuer Zählerkasten installiert werden. Die Dimensionen dieses neuen Zählerkastens hängen sowohl von der Größe der Photovoltaikanlage als auch von der Menge des eingespeisten Stroms ab. 

Generell ist ein analoger Zählerschrank also kein Ausschlusskriterium für eine PV-Anlage. Viele Solarfirmen berücksichtigen die Kosten für einen neuen Zählerschrank direkt in ihren Angeboten. Teilweise stellen einige Unternehmen aber auch spezifische Anforderungen an den Zählerschrank, bevor sie ein Angebot unterbreiten. Informiere Dich deshalb am besten bei einer Elektrofachkraft vor Ort, bevor Du Dich für ein PV-Angebot entscheidest. 

Fazit: Dein Zählerschrank sollte kein Hindernis für eine neue PV-Anlage sein.

Bevor Du eine größere Solaranlage auf dem Dach installierst, ist eine gründliche Überprüfung Deiner Hauselektronik immer sinnvoll, dazu gehört auch eine Begutachtung des Zählerschranks. 

Die meisten modernen Geräte sind im Normalfall bereits für die Nutzung von PV-Anlagen ausgelegt. Ältere Zähler lassen sich häufig ohne allzu großen Aufwand modifizieren. Trotzdem gibt es immer wieder Angebote von Solateurfirmen, die den Zählerschrank unnötig austauschen wollen.

Wenn Du also flexibel bleiben und nicht auf die Angebote von Unternehmen angewiesen sein möchtest, ist priwatt Solar die richtige Lösung. Mit unserem individuell konfigurierbaren PV-Anlagen kannst Du Dir Dein Photovoltaik-System individuell zusammenstellen und ohne die Hilfe einer Fachkraft einfach selbst installieren.

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Dominik Broßell

Als Autor sammelte Dominik in unterschiedlichen Branchen Erfahrungen, bevor er in erneuerbaren Energien sein Herzensthema fand. Im priwatt-Blog informiert er regelmäßig über alles Wissenswerte rund um Solartechnik und Co.

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