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Photovoltaik-Aufbau: So gelingt die Installation Deiner Mini-Solaranlage!

Author's iconLukas Hoffmeier
Technik
24. JanuarLesezeit 14 min
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Der Aufbau einer Photovoltaik-Anlage ist umso einfacher, je kleiner die PV-Anlage ist. Bei einer Mini-Solaranlage oder einem Balkonkraftwerk kann der Verbraucher den Aufbau selbst vornehmen. Die einfache Solar-Installation gemäß dem Motto “Plug and Play” bringt eindrucksvoll zum Ausdruck, wie simpel die Gewinnung von Energien aus Sonnenstrahlen ist. In diesem Artikel bringen wir Dir durch unsere Photovoltaik-Installationsanleitung diese Einfachheit so nah wie möglich: Erfahre, wie es Dir gelingt, eine Solaranlage in 7 Schritten anzuschließen und die Komponenten richtig zu nutzen. Sammle Know-how über die Anmeldung einer Mini-Solaranlage. Und nicht zuletzt: Sorge durch eigene Stromerzeugung dafür, dass Deine Stromrechnung demnächst zu sinken beginnt!

Photovoltaik: Aufbau Deiner Mini-Solaranlage

Die Montage von priwatt-Komponenten ist einfach: Nach dem Anbringen der Befestigung können die Silizium-Module an der Befestigungsschiene montiert werden. Daraufhin wird der Wechselrichter mithilfe von MC4-Steckern an die Solarzellen angeschlossen. Schließlich wird das Kabel vom Wechselrichter mit einer geeigneten Steckdose verbunden und der produzierte Strom vom Solargenerator somit ins hauseigene Netz eingespeist.

Achtung: Die Montage ist zwar simpel, doch Du solltest die Mini-Solaranlage nicht ohne Anmeldung oder ohne geeigneten Zähler verwenden!

Komponenten von priwatt-Solaranlagen im Überblick

Der Photovoltaik-Aufbau ist bei Balkonkraftwerken und anderen Mini-Anlagen wesentlich simpler als bei größeren PV-Anlagen, die auf dem gesamten Dach oder auf großflächigen Solarparks aufgestellt sind. Bei priwatt variiert die Montage von Photovoltaik in der Praxis teilweise. So entscheiden die Art und Anzahl der Module sowie deren Befestigungsort über den Lieferumfang und folglich den Aufbau der Mini-Photovoltaikanlagen. Grundsätzlich setzt sich ein priwatt-Balkonkraftwerk immer aus folgenden Komponenten zusammen:

Anzahl und KomponenteFunktion
1x oder 2x Modul(e) mit integrierten Silizium-SolarzellenDie PV-Module nehmen das Sonnenlicht auf und generieren eine Leistung die in Form von Gleichstrom anliegt.
1x WechselrichterMit ihm wird der in den Photovoltaik-Modulen produzierte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt, auf den das hauseigene Stromnetz ausgelegt ist.
1x BefestigungssetEs ermöglicht den Aufbau der PV-Module am Balkon, im Garten, auf dem Dach oder an der Fassade.
Kabel für Schuko- oder WielandsteckdoseDurch dieses Verbindungselement wird der durch die Energie der Sonne erzeugte Strom ins heimische Stromnetz eingespeist und genutzt.

Hilfe bei der Solar-Installation

Bei priwatt erhältst Du eine detaillierte Anleitung, damit Du Deine Photovoltaik-Anlage selbst installieren und im Anschluss nutzen kannst. Von Standort-Kriterien für die kleinen Photovoltaikanlagen über die Auswahl des passenden Steckers und den Anschluss der Anlagen ans Stromnetz bis hin zur Registrierung gehen wir auf die korrekte Vorgehensweise ein. Du hast auch nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung noch Fragen? Schaue doch mal in unserem FAQ- und Blogbereich vorbei. Ansonsten stehen wir Dir auch gerne telefonisch oder per Email zur Verfügung: support@priwatt.de.

Hier geht's zu den einzelnen Montageanleitungen!

Du willst genau wissen, wie Du Deine priwatt-Photovoltaikanlage richtig anschließt und befestigst? Schau gerne in unsere Montageanleitungen:

7 Schritte zur Inbetriebnahme: Der Mini-Solaranlage-Aufbau in der Praxis

Wir erklären Dir im Folgenden, wie der Solaranlage-Aufbau selbstständig gelingt. Bist Du bereit? Auf gehts: Nimm Deine Stromrechnung in die eigene Hand!

1. Schritt: Suche den idealen Standort für höchste Solar-Erträge.

Prüfe Deinen präferierten Standort auf die Eignung einer Photovoltaikanlage. Merkmale eines guten Standortes sind:

  • eine Steckdose in unmittelbarer Nähe zum barrierefreien Anschluss der Photovoltaik-Komponenten
  • eine möglichst sonnige Lage, um das Maximum an Strom aus den Solarzellen zu gewinnen
  • die Möglichkeit, die Solarmodule in einem möglichst vorteilhaften Neigungswinkel zu positionieren

Falls Du unseren Artikel über die Photovoltaik-Funktion kennst, weißt Du, dass die ertragreichsten Ausrichtungen für Deine Solarmodule Süden und Südosten sindvorausgesetzt, Du kannst den mittags anfallenden Strom auch selbst verbrauchen! Wenn noch dazu ein Bereich ohne bzw. mit nur wenigen Teilverschattungen angedacht ist, sind die Lage-Voraussetzungen für die Montage Deiner Solarmodule sehr gut. Zuletzt ist der optimale Neigungswinkel für die Erzeugung von Solarstrom zu beachten: 30 Grad sollten es im Optimalfall sein. Falls Du diesen Neigungswinkel beim Photovoltaik-Aufbau nicht realisieren kannst, orientiere Dich an der Spanne zwischen 15 und 50 Grad zur Erzeugung von Solarstrom.

Du bist Dir nicht sicher, wie Du Deine Anlage am besten ausrichten sollst? Schaue doch mal bei unserem Ertragsrechner vorbei und lasse Dir die Strom-Einsparungen in Abhängigkeit von Deinem ausgewählten Aufstellort ausgeben. So erhältst Du eine gute Orientierung, welcher Standort sich mehr oder weniger eignet.

Schon gewusst? Nicht nur Balkonkraftwerke bzw. Mini-Photovoltaik-Anlagen werden nach den genannten Regeln aufgestellt. Auch große Sonnenkraftwerke auf dem Dach oder auf freien Flächen werden häufig südlich mit einem Neigungswinkel zwischen 15 und 50 Grad aufgestellt.

2. Schritt: Halte vor dem Photovoltaik-Aufbau Rücksprache mit der Eigentümergesellschaft.

Dieser Schritt entfällt für Dich, falls Du im Besitz des Hauses stehst, an dem Du die Mini-Solaranlage installieren möchtest. In dem Fall kannst Du frei darüber verfügen, wo Du Deine Module platzierst – egal, ob auf dem Hausdach, am Balkongeländer oder aufgestellt im Garten.

Als Mieter/in oder Eigentümer/in innerhalb einer Eigentümergesellschaft gelten jedoch Einschränkungen bei der Platzierung der Module von Photovoltaikanlagen, die zunächst geklärt werden sollten. Zuallererst die gute Nachricht: Du kannst eine Mini-Solaranlage immer z.B. auf Deinem Balkon, auf der Terrasse, auf Deinem Carport oder im Garten aufstellen. Solltest Du jedoch eine Montage an der Fassade oder an der Außenseite des Balkons in Aussicht haben, dann ist im Regelfall eine Erlaubnis von Deinem Vermieter, Deiner Vermieterin oder der Eigentümergesellschaft einzuholen, weil Du die äußerliche Erscheinung des Gebäudes veränderst.

3. Schritt: Wähle Deine passende Steckvorrichtung aus.

Die Frage nach der richtigen Steckvorrichtung ist so etwas wie die Glaubensfrage unter den Photovoltaik-NutzerInnen. Zur Auswahl stehen der Schukostecker und der Wielandstecker. Ersteren empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie und die Verbraucherzentrale. Zu Letzterem rät der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Es gibt für beide Stecker Pro- und Contra-Argumente. Wir bemühen uns, Dir die Eigenschaften und Unterschiede bestmöglich darzulegen, um Dir die Entscheidung für eine der beiden Steckvorrichtungen zu vereinfachen.

Schukostecker – Der Klassiker

Bei einem Schukostecker handelt es sich um einen handelsüblichen Stecker, mit dem z.B. eine Kaffeemaschine oder andere Netzteile ausgestattet sind. Eine Mini-Solaranlage mit Schukostecker kannst Du einfach in jede Deiner zuhause üblichen Steckdosen stecken.

Hinweise:

  • Bis zu einer Wechselrichter-Leistung von 600W und Stromstärke von 2,6A (das entspricht zwei großen Solarmodulen) kann die Mini-Photovoltaikanlage einfach in die Steckdose gesteckt werden – ohne zusätzlichen Aufwand.
  • Sind bei Dir zuhause noch alte Schraubsicherungen verbaut, dann sind diese gegen die nächstkleinere Sicherungsgröße (von 16A auf 13A) auszutauschen.
  • Stecke Deine Mini-Photovoltaikanlagen niemals in einen Mehrfachstecker!
  • Achte darauf, dass ein FI-Schutzschalter (30 mA) installiert ist.
  • Der verbaute Wechselrichter schaltet nach spätestens 0,2 Sekunden ab, sodass die Gefahr eines Stromschlags nahezu auszuschließen ist.

Wielandstecker – Der Normgerechte

Bei einem Wielandstecker handelt es sich um einen normgerechten Stecker, der die Schutzziele der DIN VDE V 0628-1 einhält. Ein Wielandstecker kann nicht in jede Steckdose gesteckt werden, weil eine zum Stecker passende Energiesteckdose für die Installation notwendig ist. Diese Steckdose solltest Du ähnlich wie eine Lampe oder einen Herd nicht selbst anschließen.

Lass daher die Wielandsteckdose von einem Elektriker im Zuge des Aufbaus der Solaranlage einbauen. Parallel kann der Elektriker auch Deine Hausinstallation auf Eignung überprüfen. In der Regel sind dabei drei Dinge vorzunehmen:

  • Prüfung, ob ein FI-Schalter (30mA) verbaut ist
  • Austausch der Leitungssicherung von 16A auf 13A bei wärmegedämmten Wänden
  • Setzung der Einspeisesteckdose (Modell Wieland).

4. Schritt: Wähle Deine Wunsch-Mini-PV-Anlage aus.

Suche Dir eine passende Mini-Photovoltaikanlage für Deine Gegebenheiten aus. Klar, nun wird es knifflig: Woher weiß ich, welche Mini-Photovoltaikanlage zu meinen örtlichen Gegebenheiten und meinem Verbrauchsverhalten passt? Selbstverständlich lassen wir von priwatt Dich bei dieser wichtigen Entscheidungsfrage nicht allein. Daher findest Du in unserem Beitrag Balkonkraftwerk-Test eine ausführliche Kaufhilfe, die Dir beim fachmännischen Sondieren der Photovoltaikanlage-Angebote hilft. Dabei werden u.a. folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Komponenten umfasst eine Photovoltaik-Anlage?
  • Welche Kaufkriterien (z.B. Material, Leistung, Kosten) gilt es generell zu berücksichtigen, damit meine PV-Anlage zufriedenstellend performt?
  • Welche qualitativen Ansprüche müssen die Solarmodule als Herzstück einer PV-Anlage erfüllen?
  • Wie unterscheiden sich alle anderen Komponenten der Photovoltaikanlage – von der Halterung bis zum Wechselrichter – qualitativ?
  • Wodurch zeichnen sich die Angebote speziell bei uns als Anbieter aus? Wie lang sind die Garantiezeiten? Inwiefern bieten wir Hilfe bei der Inbetriebnahme der Mini-PV-Anlage?

Wir lassen in dem umfangreichen Balkonkraftwerk-Test auf unserer Webseite nichts offen, sodass Du rund um die Solarmodule, den Wechselrichter und Zubehörartikel für Deine Mini-Photovoltaik-Anlage bestens informiert bist.

5. Schritt: Melde Deine Mini-Photovoltaikanlage beim örtlichen Netzbetreiber an.

Deine Mini-Solaranlage muss, bevor Du mit dem Anschluss beginnst, beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden. Diesen Service bieten wir Dir bei priwatt gratis bereits für über 250 Netzbetreiber deutschlandweit an. Melde Dich hierfür einfach im Servicebereich mit Deiner E-Mail-Adresse und den Rest erledigen wir. Alternativ ist es Dir möglich, die Anmeldung eigenständig vorzunehmen. Weitere Informationen dazu findest Du hier.

Im Rahmen der Anmeldung wird geprüft, ob Du bereits einen Zweirichtungszähler oder einen Zähler mit Rücklaufsperre verbaut hast. Sollte dies nicht der Fall sein, so erfolgt im Regelfall der kostenfreie Austausch des Zählers durch den Netzbetreiber. Der Austausch selbst ist in weniger als 10 Minuten erledigt. Bei einem alten Drehscheibenzähler kann es dazu kommen, dass Dein Zähler rückwärts dreht und der Zählerstand verfälscht wird – eine Straftat, die hohe Kosten als Geldstrafe zur Folge haben kann. Um diesen Krimi zu verhindern, sollte ein Zähleraustausch erfolgen.

Einige Netzbetreiber fordern bei der Anmeldung explizit, dass ein Wielandstecker verbaut ist, das heißt, dass sie den Einsatz einer Mini-Photovoltaikanlage mit Schukostecker verbieten. Diese Forderungen liegen jedoch außerhalb der Zuständigkeit eines Netzbetreibers. Diese endet immer am Zählerkasten. Sei also ganz entspannt, denn die Auswahl einer Steckervorrichtung obliegt allein Dir.

Hinweis: Es kann leider vorkommen, dass ein Netzbetreiber keine vereinfachte Anmeldung anbietet oder unrechtmäßige Anforderungen an die Anmeldung stellt. Solltest Du dazu Rückfragen haben, kannst Du Dich bei uns melden. Am besten nutzt Du hierfür den Anmeldeservice von priwatt, den Du durch die Anmeldung mit Deiner E-Mail-Adresse in unserem Servicebereich in Anspruch nehmen kannst. Alle weiteren Schritte übernehmen wir.

6. Schritt: Montiere Deine Anlage gemäß der Anleitung zum Photovoltaik-Aufbau.

Als Nächstes montierst Du die Solaranlage eigenständig nach den Vorgaben der beiliegenden Montageanleitung. Dort ist alles Erforderliche für den Solarkraftwerk-Aufbau erklärt – beispielsweise wie sich zwei Solarmodule miteinander verbinden lassen.

Wichtig: Hast Du sie beim Netzbetreiber angemeldet, solltest Du die Photovoltaik-Anlage trotzdem erst anschließen und in Betrieb nehmen, wenn ein Zähler mit Rücklaufsperre oder ein Zweirichtungszähler verbaut ist.

Außerdem nicht unerheblich: Vielleicht hast Du schon von ambitionierten Bastlern gehört, die bestimmte Komponenten für die Solaranlage selbst bauen, um sie z. B. auf das Dach zu setzen. Von einem Solaranlage-Eigenbau ist abzusehen, weil dies einerseits gefährlich werden kann und andererseits aufgrund der unsachgemäßen Nutzung die Garantie für die Photovoltaikanlage nicht mehr greift!

7. Schritt: Registriere Deine Mini-Photovoltaikanlage im Anlagenregister der Bundesnetzagentur.

Deine Mini-Solaranlage muss zuletzt in einem Anlagenregister der Bundesnetzagentur, dem Marktstammdatenregister, registriert werden. Dies verlangt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dort sind sämtliche Erzeugungsanlagen – sei es eine Solaranlage, Windkraftanlage oder auch ein Kohlekraftwerk – registriert. Die Bundesnetzagentur und die Bürger in Deutschland haben durch die dortigen Anzeigen einen Überblick über die an das öffentliche Netz angeschlossenen und in Betrieb stehenden Stromerzeugungsanlagen. Und dazu zählen eben auch die kleinen Photovoltaik-Anlagen fürs Dach, den Garten oder den Balkon. Die Anmeldung der Photovoltaikanlage nimmt in etwa 20 Minuten in Anspruch und kann durch den Anlagenbetreiber oder eine bevollmächtigte Person durchgeführt werden.

Solltest Du unseren Anmeldeservice nutzen, dann musst Du Dich hiermit nicht beschäftigen. Wir von priwatt übernehmen die Anmeldung beim Netzbetreiber und zugleich die Anmeldung im Marktstammdatenregister für Dich. Ansonsten kannst Du die Anmeldung eigenständig vornehmen, indem Du folgendem Link folgst: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR.

Weitere Hinweise zur Anmeldung Deiner Mini-PV

Seit April 2019 können die Anlagen bis zu einer Wechselrichterleistung von 600 Watt beim örtlichen Netzbetreiber vereinfacht angemeldet werden. Folgende Tipps helfen in der Praxis dabei, den Mini-Generator normkonform zu betreiben:

  • Es wird die DIN VDE V 0100-551-1 eingehalten und es ist eine Energiesteckdose (Wielandsteckdose) nach VDE V 0628-1 verbaut.
  • Es ist ein Zweirichtungszähler verbaut. Für Zähler mit Rücklaufsperre gibt es nur nach Absprache eine Erlaubnis, Zähler ohne Rücklaufsperre sind grundsätzlich nicht gestattet. Der mögliche Zählertausch ist seit dem 31.01.2020 kostenfrei und wird vom örtlichen Netzbetreiber nach Absprache innerhalb von wenigen Minuten vor Ort durchgeführt.
  • Die Anlagenleistung ist unterhalb einer Grenze von 600 Watt Wechselrichterleistung.
  • Diese Leistung entspricht 2 großen Photovoltaik-Modulen mit Maßen von 1,7 x 1 Meter.
Wichtig: Energieversorger und örtlicher Netzbetreiber gehören nicht zwangsläufig zusammen. Im Regelfall richtest Du Dich immer an Deinen Netzbetreiber, denn er sichert und stabilisiert das öffentliche Stromnetz.

Solarenergie selbst nutzen: Was ist erlaubt und was nicht?

In Deutschland gilt, dass jegliche Energieanlagen und folglich auch Solaranlagen nach dem aktuellen Stand der Technik gebaut werden müssen. Dies ist Pflicht. Viele Richtlinien, die im Zuge der Installation einer Solarstromanlage erwähnt werden, sind als VDE 0100-551 und VDE V 0628-1 bekannt. Was häufig im Kontext mit der Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen missverstanden wird, ist die Tatsache, dass diese Normen lediglich Empfehlungscharakter haben. So ist es tatsächlich nicht zwingend notwendig, einen Wielandstecker zu verbauen oder eine Sicherung auszutauschen, wie es die Norm verlangt. Es macht trotzdem Sinn, die Vorgaben zu befolgen, da so die höchste Sicherheit gewährleistet und eine Akzeptanz vom Netzbetreiber gesichert ist.

Seit wann sind kleine Solarstromanlagen erlaubt?

Das Jahr 2018 war für Personen, die sich für Mini-Photovoltaikanlagen begeistern, ein richtungsweisendes. Zwar waren Mini-Photovoltaik-Anlagen grundsätzlich immer erlaubt, da es sich um „normale” kleine Solarstromanlagen handelt, jedoch war es bis Mai 2018 nicht möglich, die vorhandene Stromleitung zu nutzen. Stattdessen musste zuvor eine separate Leitung zum Zählerschrank verlegt werden. Seit Mai 2018 gilt dieses Gesetz nicht mehr, sodass der Photovoltaik-Aufbau und die Inbetriebnahme entsprechender Anlagen einfacher ist.

Ein weiterer großer Schritt in Richtung freier Nutzung von Mini-Photovoltaikanlagen wurde im Jahre 2019 getan. Denn seit jeher ist die vereinfachte Anmeldung beim Netzbetreiber möglich. Ein absoluter Gewinn für PV-Anlagen-BetreiberInnen!

Schon gewusst? So erzeugen die einzelnen Komponenten Solarstrom

Für die technikaffinen LeserInnen gehen wir an dieser Stelle in Kürze darauf ein, wieso all die Komponenten für unsere Mini-Photovoltaikanlage unverzichtbar sind: von den Modulen als Solargenerator bis hin zu Stecker und Steckdose.

Den Schlüssel zum Verständnis der Funktionsweise bildet das Prinzip, nach dem die Erzeugung von Strom mittels Photovoltaikanlagen funktioniert. Die Basis bilden die Sonne und ihre Energie in Form von Strahlung. Dieses starke Duo gibt es zum Glück schon seit ein paar Milliarden Jahren. Diese Sonnenenergie wird durch die anfangs genannten Komponenten in Strom umgewandelt. Insbesondere die Solarmodule mit den darin befindlichen Solarzellen stehen am Anfang einer Kette an Ereignissen, um Strom so zu erzeugen, wie wir ihn brauchen.

Solarzellen erzeugen Gleichstrom

Die Sonnenstrahlen treffen auf die Photovoltaik-Module und folglich auf die Solarzellen. Jede Solarzelle in den Solarmodulen absorbiert das einfallende Licht. In den Solarzellen entstehen dann aufgrund besonderer materieller und chemischer Eigenschaften sogenannte Photonen. Das sind kleine Energiepakete, aus denen wiederum frei bewegliche Ladungsträger entstehen – und diese sind eben die Basis für einen Stromfluss.

Damit Strom fließen kann, werden die Ladungsträger in der Solarzelle von ihrem Pendant getrennt. Dabei entsteht eine Spannung, die die negativ geladenen Teilchen innerhalb der Solarzelle zu den positiv geladenen Teilchen wandern lässt – et voilà: Es fließt Strom. Jede der Solarzellen leistet in den PV-Modulen also ihren Beitrag zu einem leistungsstarken Generator.

Weil nun Strom fließt, ließe sich denken, man könnte diesen einfach in das eigene oder öffentliche Netz einspeisen, indem man die Sonnenkraftwerke an das Stromnetz anschließt. Doch weit gefehlt: Der in Photovoltaikmodulen erzeugte Strom ist Gleichstrom. Dieser Strom ist im heimischen und öffentlichen Netz nicht nutzbar!

Von Gleichstrom zu Wechselstrom mit einem Mikro-Wechselrichter

Um den nicht nutzbaren Solarstrom aus Solaranlagen in den für heimische und öffentliche Netze notwendigen Wechselstrom umzuwandeln, gibt es den Wechselrichter. Der an den Photovoltaikmodulen angeschlossene Wechselrichter ist für Sonnenkraftwerke somit unentbehrlich, wenn der erzeugte Strom im Haushalt genutzt werden soll.

Jetzt ist es so weit: Nach der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom durch den Wechselrichter ist die aus der Sonne gewonnene Energie daheim nutzbar. Hast Du das Solarmodul mit einer Befestigungsoption sicher verbaut und ausgerichtet, erfolgt der Anschluss der Solaranlage an das Hausstromnetz mittels passender Steckvorrichtung als Verknüpfungspunkt. Und schon nutzt Du den Strom zuhause zur Deckung Deiner eigenen Lasten.

Solaranlage nachrüsten: Was ergibt Sinn?

Es gibt Personen, die Ihre Solaranlage nachrüsten (müssen), weil sie eine bestimmte Komponente beim Kauf vergessen haben oder sich diese Komponente erst bei Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage als notwendig bzw. vorteilhaft erwiesen hat. Damit Dir das nicht passiert, klären wir Dich an dieser Stelle über zwei sinnvolle zusätzliche Komponenten für Deine Mini-Photovoltaikanlage auf.

Eine dieser Komponenten ist eine Messeinrichtung. Durch geeignete Messeinrichtungen für Deine Solaranlagen kannst Du Dir beispielsweise anzeigen lassen, wie viel Strom Deine Mini-Photovoltaikanlage erzeugt. Dies verschafft Dir die Möglichkeit, zu monitoren, ob Deine Anlage so funktioniert, wie sie es tun soll. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich eine Messeinrichtung in vielen Fällen lohnt, weil NutzerInnen die Verwendung von Solarstrom optimieren können, um maximal von den Anlagen zu profitieren.

Eine weitere interessante Komponente für Deine Mini-Photovoltaikanlage ist der Stromspeicher. Mit einem Stromspeicher ist es möglich, den erzeugten Strom zu sammeln und zu einem anderen Zeitpunkt zu verbrauchen. Dies verhindert auf der einen Seite, dass überschüssiger Solarstrom in Phasen einer reichhaltigen Stromerzeugung kostenlos ins öffentliche Netz eingespeist wird. Andererseits sind Stromspeicher derzeit vor allem für eine spezielle Art von Anlage nützlich: Die Inselanlage. Eine Inselanlage ist ein System, dass für eine absolut autarke Stromversorgung steht und keinerlei Anschluss zum Stromnetz hat. Durch eine Mini-Solaranlage schaffst Du Dir aufgrund der geringen Leistung aber kein System, mit dem Du komplett unabhängig vom öffentlichen Stromnetz leben kannst. Der modische Fachbegriff für ein solches System lautet “Off-Grid”. So kommt die Inselanlage beispielsweise bei Camping-Ausflügen zum Einsatz. 

Für die klassische Mini-PV-Anlage sind Energiespeicher ein weiterer Kostenfaktor, der im Vorhinein gründlich durchdacht werden sollte. Mit zukünftig sinkenden Kosten für Elektrospeicher können diese Bausteine möglicherweise eine sinnvolle Ergänzung sein, um den Eigenverbrauch aus der Mini-Solaranlage zu maximieren.

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Lukas HoffmeierGründer & CEO von Priwatt

Ingenieur für Erneuerbare Energien (M.Sc) und ausgebildeter Energieberater, der durch seine Erfahrung in der Energie- und Solarwirtschaft viel Wissen mitbringt, um als Überzeugungstäter die Energiewende voranzutreiben.

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