Solaranlage anmelden – so funktioniert’s für Anlagen über 2.000 Watt

Dominik Broßell
Redakteur

Wenn Du eine Solaranlage mit mehr als 2.000 Watt Gesamt-Modulleistung installierst, gelten andere Regeln als für sogenannte Balkonkraftwerke. Um alle Vorteile wie die Einspeisevergütung zu sichern und rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, musst Du Deine PV-Anlage richtig anmelden. Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie das geht – und erklären Dir auch, was bei kleineren Anlagen unterhalb dieser Grenze gilt.
Warum muss ich meine PV-Anlage anmelden?
Ganz gleich, ob kleine Mini-PV-Anlage oder große Dachanlage: Jede ortsfeste Photovoltaikanlage muss offiziell registriert werden – und zwar bei:
- der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister (MaStR). Alles Wissenswerte zum MaStR liest Du in diesem Artikel.
- dem zuständigen Netzbetreiber vor Ort
Nur so kannst Du sicherstellen, dass Deine Anlage korrekt erfasst wird, Netzstabilität gewährleistet ist und Du bei Bedarf von Förderungen profitierst. Besonders wichtig: Die Registrierung muss spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme erfolgen – sonst drohen Bußgelder oder der Verlust der Einspeisevergütung.
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Deine Photovoltaikanlage anmelden in 3 einfachen Schritten
1. Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR)
Die Registrierung erfolgt online auf der Website der Bundesnetzagentur:
- Wähle „Registrierung einer Einheit“ aus.
- Gib Informationen wie Anlagengröße, Standort und Inbetriebnahmedatum ein.
- Die Registrierung darf bereits 14 Tage vor Inbetriebnahme erfolgen, muss aber spätestens einen Monat danach abgeschlossen sein.
2. Anmeldung beim Netzbetreiber
Noch vor der Installation solltest Du Deinen Netzbetreiber informieren – idealerweise formlos per Mail oder über ein Onlineformular. Wichtig:
- Nach der Inbetriebnahme musst Du eine Fertigmeldung inkl. Inbetriebnahmeprotokoll einreichen.
- Der Netzbetreiber prüft, ob ein geeigneter Stromzähler vorhanden ist und veranlasst ggf. einen Austausch.

3. Zusätzliche Hinweise für größere Anlagen
Bei größeren Solaranlagen gelten teilweise weitere Anforderungen:
- Gewerbeanmeldung: Ab einer Leistung über 30 kWp oder bei einem Jahresgewinn über 24.500 €.
- Speicherpflichten: Batteriespeicher müssen separat im Marktstammdatenregister registriert werden – auch bei späterer Nachrüstung.
- Elektrofachkraft: Die Anmeldung und Inbetriebnahme sollte durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.
Balkonkraftwerke: So läuft die Anmeldung bei kleinen Anlagen < 2.000 Watt
Für Balkonkraftwerke gelten seit Mai 2024 deutlich vereinfachte Regeln. Diese Mini-Solaranlagen dürfen:
- eine Gesamt-Modulleistung von bis zu 2.000 Watt haben
- eine Wechselrichterleistung von maximal 800 Watt aufweisen
Das musst Du wissen:
✅ Nur Registrierung im Marktstammdatenregister notwendig
❌ Keine Anmeldung mehr beim Netzbetreiber. Dieser Schritt fiel mit Inkrafttreten des Solarpaket I im Mai 2024 weg.
✅ Alte Stromzähler dürfen bis zur Umrüstung weiter verwendet werden
Auch hier ist die Anmeldung verpflichtend – erfolgt aber deutlich schneller und ohne Zusatzaufwand.

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Fazit: Solaranlage anmelden – frühzeitig, korrekt und vollständig
Ob große PV-Anlage auf dem Dach oder kleines Balkonkraftwerk – die Anmeldung ist Pflicht. Während Du bei Balkonkraftwerken dank Solarpaket 1 von einem vereinfachten Verfahren profitierst, ist bei Anlagen über 2.000 Watt etwas mehr Bürokratie nötig. Dafür sicherst Du Dir aber auch alle Vorteile – von Einspeisevergütung bis Netzsicherheit.

Als euer Experte für Solartechnik und erneuerbare Energien informiert euch Dominik regelmäßig im priwatt-Blog über alles Wissenswerte rund um die Themen Balkonkraftwerk, PV, Stromtarife, Batteriespeicher und Co.